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Lindau, den 11.11.11

PIM und Produktkommunikation 2.0 bei der SICK AG in Waldkirch

Lesen Sie in diesem Artikel wie die SICK AG, einer der Pioniere im Single-Source- und Crossmedia-Publishing den Wandel vom dezentralen Ansatz zum zentralen Synergie-Ansatz vollzogen hat und dabei auf die infolox GmbH als Berater und Dienstleister vertraute.

Als eines der ersten Unternehmen überhaupt führte die SICK AG bereits vor über 10 Jahren ein zentrales Produktinformationsmanagement-System für den internationalen Einsatz ein. Aufgrund eines dezentralen Ansatzes über die Geschäftsbereiche und Länder hinweg wurde das System sehr schnell angenommen und es entstanden in kürzester Zeit eine Vielzahl von Publikationen und Datenanbindungen an das zentrale System. Die Verantwortung für Struktur und Inhalte der Produktdaten einerseits und Aufbau, Navigation, Inhalt und Layout der Publikationen andererseits lag aber jeweils komplett bei den Geschäftsbereichen bzw. Landesgesellschaften.

So entstanden in rascher Folge Printpublikationen in verschiedenen Sprachen und Online-Outputs, wie die verschiedenen Produktfinder auf mysick.com. Die Homogenität im Datenmodell, die Einheitlichkeit in den Bereichen Attribute, Einheiten, Terminologie, Schreibweisen, Darstellungsformen usw. kam dabei aber etwas zu kurz. Außerdem wuchs der SICK-Konzern erheblich und somit auch der Bedarf für die Produktkommunikation. Man hatte das Potential der PIM-Datenbank erkannt und war sich sicher, mit einem zentralen Ansatz für die gesamte Produktkommunikation die Effizienz und die Qualität zu steigern.

Aus diesem Grund initiierte die Marketing-Abteilung bei SICK ein Projekt zur geschäftsbereich- und länderübergreifenden Vereinheitlichung all dieser Aspekte mit dem klingenden Namen „Golden Record“.

Kein leichtes Vorhaben, wenn man sich vorstellt, dass die Aufgabe darin bestand, Entscheider und Produktmanager in den unterschiedlichen Bereichen davon zu überzeugen, dass es absolut Sinn macht, dass eine Umschlagsseite, eine Produktbeschreibung, eine Bestelltabelle, eine technische Datentabelle, eine Anwendungssituation usw. egal für welches Produkt und egal für welche Sprache immer genau die gleiche Informationsarchitektur und ein identisches Layout haben muss.

D. h. die Freiheit liegt einzig und allein in der Zusammenstellung der Module bzw. Inhalte. Alles andere wird vorgegeben.

Getrieben wurde das Projekt von der Marketing Abteilung bei SICK und der infolox GmbH. Die Konsolidierung der Stammdaten wie Attribute, Textbausteine, Bilder, Grafiken usw. war genauso wichtig wie die Vereinheitlichung der Publikationsmodule und der zugehörigen Prozesse. Der Initialaufwand lag in der Vereinheitlichung der Datenmodelle, Attribute, Textbausteine einerseits und der ausgabeseitigen Darstellungsmodule und zugehörigen Templates andererseits.

Das Vorgehen:

In einer umfangreichen Konzeptphase haben alle betroffenen Bereiche unter Leitung der zentralen Projektleitung die zukünftigen Strukturen und inhaltlichen Bausteine gemeinsam vereinheitlicht und eindeutig definiert. Auch Schnittstellensysteme wie Entwicklungsdatenbanken wurden betrachtet. Darauf aufbauend entwickelte SICK gemeinsam mit infolox Umsetzungsmethoden für die verschiedenen Bereiche inkl. Export- und Import-Tools für die PIM-Datenbank.

Es folgte die Umsetzung in allen Bereichen. Hierbei mussten mehrere hundert Produktfamilien mit tausenden bestellfähigen Produkten umgearbeitet und optimiert werden. Hinzu kamen tausende Zubehörprodukte und zahlreiche Lösungs- und Brancheninformationen. Entsprechende Übersetzungen inklusive Länder-Review durften nicht fehlen.

Das Ergebnis:

Aber die Resultate sind bereits jetzt klar absehbar: Massive Qualitäts- und Kostenvorteile bei jeder weiteren Publikation.

Ein konsistentes Datenmodell im PIM-System wurde aufgebaut welches heute übergreifend Publikationsplanungen schnell und einfach ermöglicht. Auch die inhaltliche Recherche im PIM-System ist nun einfacher durchzuführen.

In den pre-sales Publikationen des SICK-Konzerns kann man zunehmend die volle Stärke des neuen Ansatzes sehen. So basieren mittlerweile annähernd alle neuen Publikationen auf den Golden-Record-Prozessen. Zu den Publikationen gehören u. a. Produktkataloge, Produktinformationen, Preislisten, Distributionskataloge, Top-Produkte-Kataloge, Branchen- und Lösungsinformationen, elektronische Austauschformate sowie die elektronischen Produktfinder und Messeanwendungen. Die neuen Online- und Printmedien zeichnen sich durch ein einheitliches Erscheinungsbild aus. Auch inhaltlich ist eine Qualitätssteigerung zu erkennen.

Bei der internen Erstellung lassen sich zusätzlich Erfolge verbuchen. Eine deutliche Effizienzsteigerung bei der Erstellung sowie ein gemeinsames Verständnis der PIM-Prozesse zur Erstellung der Produktkommunikation sind nur einige Beispiele. Prozesse und Dokumentationen sichern die einheitliche Vorgehensweise.

Für die zukünftigen Anforderungen in der Produktkommunikation fühlt man sich bei SICK bereit – dank Golden Record!

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